|
Beim Rhabarber ist der Vitamingehalt eher durchschnittlich, der Anteil an Vitamin C aber nennenswert. (10-29 mg Vitamin C im rohem Rhabarber, damit kann beinahe ein Drittel des Tagesbedarfes gedeckt werden). Bei den Mineralstoffen dominieren Kalium und Kalzium. Er enthält z.B. 80 mg Kalzium auf 100 g, dem wichtigen Knochenbildner.
Der Kaliumreichtum wirkt entwässernd und sorgt für einen optimalen Nährstofftransfer vom Blut in die Körperzellen. Daneben enthält der Stiel Zitronen- und Apfelsäure, Gerbstoffe, Bitterstoffe und das darmfreundliche Pektin, einen wichtigen Ballaststoff. Da der Rhabarber wegen seiner "Antrachinone " mild abführend wirkt, ist er bestens für eine Entschlackungskur im Frühjahr zu empfehlen. Allgemein ist der Rhabarber appetitanregend und verdauungsfördernd. |
|
Rhabarber mit seinem recht fremd klingendem Namen wurde schon 2700 v. Chr. in China schriftlich erwähnt und war ein bewährtes Heilmittel. Von China aus verbreitete sich der Rhabarber nach Russland und die Römer sollen ihn deshalb "rheum barbarum" genannt haben, weil die Pflanze von den "Barbaren" kam. Eine andere Erklärung führt den Namen auf den "Barbar von Rha", den Fremden von der Wolga zurück, denn Rha war damals der Name für die Wolga. Die als Heilmittel eingesetzte Rhabarberwurzel wurde schon zu Christi Zeit international gehandelt und kam aus verschiedenen Gebieten Ostasiens. Noch heute unterscheidet man drei Sorten: Shansi, Shanghai und Kanton. Der zu Heilzwecken wildwachsende Rhabarber ist ein Riese im Vergleich zu unserem Nachfolger im Garten und wird auch heute noch für Heilzwecke angebaut. Der Gemüserhabarber wurde zuerst von den Engländern kommerziell angebaut. Seit 1840 wird der Rhabarber, von England kommend, in Norddeutschland angebaut, und seitdem auch bei uns verzehrt und geschätzt. |
|
Die Oxalsäure, auch Kleesäure, ist im Rhabarber vorwiegend in den Blättern enthalten. Die Oxalsäure in den Stengeln gilt in der Regel als unbedenklich, erst ab Mitte bis Ende Juni steigt der Oxalgehalt über ein gesundes Mittelmaß und verhindert Verzehrbarkeit. Die Oxalsäure ist im rohen sowie im gekochten Zustand ein Kalziumräuber. Spinat, Mangold und Sauerampfer enthalten mehr Oxalsäure als der Rhabarber.
Das reduziert die Oxalsäure: Den Rhabarber immer kochen oder blanchieren und das Wasser weggießen. (Leider gehen auch Vitamine und Mineralstoffe dabei verloren.) Frisch gepreßten Rhabarbersaft stets erhitzen. Bei einer großen Rhabarbermenge die Stiele schälen, da die Haut am meisten Oxalsäure enthält. Bei dicken Stielen und fester Haut und bei nicht mehr ganz frischem Rhabarber ist es von Vorteil, diesen zu schälen. Die Kalziumzufuhr erhöhen: Da der Rhabarber ein Kalziumräuber ist, bietet es sich an, ihn mit kalziumreichen Lebensmitteln zu kombinieren, wie Milch, Joghurt, Quark. |
|
|
|
|
|