Rhabarber soll an einen halbschattigen Standort. Günstig ist es, wenn die sehr nährstoffbedürftige Pflanze in der Nähe des Kompostes steht und ihr die Sickersäfte des Kompostes direkt zugute kommen. Der Boden sollte gut durchlässig sein. Er darf nicht zu Staunässe neigen, muss aber auch schön feucht sein. Ansonsten muss der Rhabarber kräftig gegossen werden. Pro Pflanze benötigt man mindestens einen Quadratmeter Platz, für eine Familie rechnet man drei bis vier Jungpflanzen. |
|
|
Die Jungpflanzen kommen in ein Loch, das mit ein bisschen Kompost verbessert wurde. Das Auge der Pflanze (Knospe) kommt zwei bis drei Zentimeter unter die Erdoberfläche. Dann wird das Loch wieder mit Erde aufgefüllt. Damit die Pflanze über den Winter gut geschützt ist, kann man noch einen kleinen Komposthügel darüber setzen. Wer im Herbst pflanzt, hat den Vorteil, dass die Pflanze gut einwächst und möglichst viele Wurzeln bilden kann. Imnächsten Frühjahr kann man dann schon die ersten Stangen ernten. Die richtige Ernte geht dann aber im zweiten Jahr los.
|
|
Eine Alternative zur Neupflanzung von Jungpflanzen ist es, alte Rhabarberpflanzen bei Nachbarn oder Freunden zu teilen. Man gräbt dazu eine alte Pflanze aus und sticht am Rand Stücke mit einem Spaten ab. Dabei muss man darauf achten, dass sie mindestens ein Auge, also eine Triebknospe, haben. Die abgetrennten Stücke der Staude können dann neu eingepflanzt werden. Rhabarber kann etwa acht bis zehn Jahre an einem Platz stehen. So lange bringt jede Pflanze auch gute Erträge, wenn man für eine ausreichende Düngung und für genügend Feuchtigkeit sorgt.
|
|
Rhabarber ist das erste Gemüse im Jahr, das im Freiland frisch austreibt. Im Januar ziehen die Bauern große Folien über die Felder, damit die Stangen aus den überwinterten Wurzeln schneller sprießen. Im März kommt die Folie runter, das Blattwerk wird üppiger und die Rhabarberstängel werden dicker.
Jung geerntet schmeckt das Gemüse mild, mit zunehmendem Alter werden die Stangen faseriger und saurer. Grob unterscheiden lassen sich Rhabarbersorten an der Farbe ihrer Haut und ihres Fruchtfleisches. Grüne Stangen sind meist dicker und saurer als die roten. Am 24. Juni endet die Erntesaison. Dann brauchen die Pflanzen eine Ruhephase, um für die Ernte im nächsten Jahr neue Kraft zu schöpfen. |
|
|
|
|
|